Tag 2: Von der Konstanzer Hütte in Richtung Ischgl
Am Samstag war bereits morgens klar, dass es aufgrund der Wetterlage ausgeschlossen ist, nicht nass zu werden. Dennoch war der Regen eher gering, so dass wir uns auf den Weg zur zweiten Etappe der Tour gemacht haben.
Die Tour sah eine Distanz von 77 km und 3000 hm vor, wobei 1500 hm und 7 km mit Seilbahnen zurückgelegt werden würden.
Die erste Etappe war der Anstieg zur neuen Heilbronner Hütte. Gegen 8:30 losfahrend, folgten wir dem Verwallweg weiter. Zunächst ging es gemütlich aber stetig bergan hinauf in Richtung neue Heilbronner Hütte. Nach ca. 5km ist der breite Fahrweg zu Ende und es beginnt ein für Radfahrer ausgewiesener MTB-Fahrweg, der jedoch teilweise aufgrund der Steigung und der Wegbeschaffenheit nur schiebend bewältigt werden kann.
Zwischenzeitlich wurde der Regen leider intensiver, aber dennoch zu keiner Zeit gefährlich.
Gegen 11:00 Uhr sind wir nach 9 km und 600 hm kurz unterhalb der Heilbronner Hütte angekommen. Von dort führte die Tour bergab in Richtung Galtür. Die Abfahrt Richtung Galtür gestaltete sich zunächst problemlos; allerdings wurde die Sicht zunehmend schlechter. Getreu dem Motto „nach Nass kommt Kalt“ haben wir leider sehr schnell feststellen müssen, dass die ca. 7km lange Abfahrt mit mittlerweile komplett nasser Kleidung keine wahre Freude ist. Die Kälte war einfach zu groß. Für den weiteren Tourverlauf wären wir Richtung Galtür weiter abgefahren, dann nach Ischgl und von dort mit der Seilbahn nach oben auf das 2700m hohe Flimjoch und danach weiter nach Serfaus.
Aufgrund der Wetterlage war dies so nicht zu verantworten, weshalb wir uns an dieser Stelle dazu entschlossen haben, die zweite Etappe am Zeinissee abzubrechen.
Statt der geplanten Tour folgten wir deshalb der Ganiferstraße hinunter ins Montafon nach Partenen. Der Plan war, von dort mit den Fahrrädern irgendwie in die Nähe von Flirsch zu kommen, dass dort geparkte Fahrzeug zu holen und damit zur Übernachtung nach Serfaus zu fahren.
Also fuhren wir mit dem nächsten Bus nach Schlurns zum nächsten Bahnhof – allerdings ohne Fahrräder, da wir diese im Bus nicht mitnehmen konnten.
Damit war der ursprüngliche Plan bereits Geschichte.
In Schlurns angekommen erkundigten wir uns nach der nächsten Bahnverbindung nach St. Anton am Arlberg und wechselten dann unsere Kleidung um wir wieder trocken zu sein. Nachdem die Fahrräder sowieso in Partenen zu holen waren, haben Andy und Jens die Zeit in Schlurns verbracht, während ich mit Zug und Bus zurück nach Flirsch gefahren bin. Dann mit dem Auto wieder zurück nach Schlurns; Andy und Jens eingesammelt. Danach zu dritt weiter nach Patenen und die Fahrräder abholen. Schlussendlich sind wir dann doch gegen 19:00 Uhr in Serfaus zur geplanten Übernachtung angekommen.