Mini-Alpencross 2025 – Alpencross ohne Alpenüberquerung

Die Wetterprognose für diese Tour war nicht besonders gut; gestartet sind wir trotzdem. Allerdings nahmen die Dinge Ihren Lauf und es kam anders als es kommen sollte.

Kurzüberblick:

3 Touren geplant, 11:16 Std Fahrzeit, 166 km Strecke, 6590 Höhenmeter (incl. Liftfahrten)

1. Tag (25.07.2025) ab Mittag: Tour von Flirsch zur Konstanzer Hütte

2. Tag (26.07.2025): Von der Konstanzer Hütte über Galtür, Ischgl, Samnaun und Pfunds nach Serfaus

3. Tag (27.07.2025): Trailtour in Serfaus und Rückfahrt nach Flirsch

Tag 1: Anfahrt und Tour zur Konstanzer Hütte

Am Freitag, den 25.07.2025 trafen sich bei mäßigen Wetteraussichten Andy, Jens und Bernd morgens um 7:00 Uhr um gemeinsam die Fahrt nach Flirsch, dem Startpunkt des Mini-Alpencross, anzutreten.

Die Fahrt verlief bei durchgehend trockenem Wetter problemlos, so dass wir gegen 13:00 guten Mutes in Flirsch mit den Fahrrädern zunächst in Richtung St. Anton am Arlberg aufbrachen. Die Tour für den ersten Tag sah eine Strecke von 25 km und knapp 700 hm ohne besondere technische Schwierigkeiten vor.

Nur ca. 10 Minuten nach dem Start der Tour erwischte uns der erste Regenschauer. In St. Anton angekommen, beruhigte sich das Wetter vorübergehend, so dass wir nach einer kurzen Vesperpause den Weg zur Konstanzer Hütte antreten konnten. Zunächst ging es steil bergauf durch St. Anton hindurch bis zum Einstieg in das Verwalltal. Von dort folgten wir dem Verwallweg stetig aber gut machbar bergauf, so dass wir gegen 17:00 die Konstanzer Hütte, unser Ziel des ersten Tages erreichten. Dort haben wir dann einen entspannten Hüttenabend verbracht.

Tag 2: Von der Konstanzer Hütte in Richtung Ischgl

Am Samstag war bereits morgens klar, dass es aufgrund der Wetterlage ausgeschlossen ist, nicht nass zu werden. Dennoch war der Regen eher gering, so dass wir uns auf den Weg zur zweiten Etappe der Tour gemacht haben.

Die Tour sah eine Distanz von 77 km und 3000 hm vor, wobei 1500 hm und 7 km mit Seilbahnen zurückgelegt werden würden.

Die erste Etappe war der Anstieg zur neuen Heilbronner Hütte. Gegen 8:30 losfahrend, folgten wir dem Verwallweg weiter. Zunächst ging es gemütlich aber stetig bergan hinauf in Richtung neue Heilbronner Hütte. Nach ca. 5km ist der breite Fahrweg zu Ende und es beginnt ein für Radfahrer ausgewiesener MTB-Fahrweg, der jedoch teilweise aufgrund der Steigung und der Wegbeschaffenheit nur schiebend bewältigt werden kann.

Zwischenzeitlich wurde der Regen leider intensiver, aber dennoch zu keiner Zeit gefährlich.

Gegen 11:00 Uhr sind wir nach 9 km und 600 hm kurz unterhalb der Heilbronner Hütte angekommen. Von dort führte die Tour bergab in Richtung Galtür. Die Abfahrt Richtung Galtür gestaltete sich zunächst problemlos; allerdings wurde die Sicht zunehmend schlechter. Getreu dem Motto „nach Nass kommt Kalt“ haben wir leider sehr schnell feststellen müssen, dass die ca. 7km lange Abfahrt mit mittlerweile komplett nasser Kleidung keine wahre Freude ist. Die Kälte war einfach zu groß. Für den weiteren Tourverlauf wären wir Richtung Galtür weiter abgefahren, dann nach Ischgl und von dort mit der Seilbahn nach oben auf das 2700m hohe Flimjoch und danach weiter nach Serfaus.

Aufgrund der Wetterlage war dies so nicht zu verantworten, weshalb wir uns an dieser Stelle dazu entschlossen haben, die zweite Etappe am Zeinissee abzubrechen.

Statt der geplanten Tour folgten wir deshalb der Ganiferstraße hinunter ins Montafon nach Partenen. Der Plan war, von dort mit den Fahrrädern irgendwie in die Nähe von Flirsch zu kommen, dass dort geparkte Fahrzeug zu holen und damit zur Übernachtung nach Serfaus zu fahren.

Also fuhren wir mit dem nächsten Bus nach Schlurns zum nächsten Bahnhof – allerdings ohne Fahrräder, da wir diese im Bus nicht mitnehmen konnten.

Damit war der ursprüngliche Plan bereits Geschichte.

In Schlurns angekommen erkundigten wir uns nach der nächsten Bahnverbindung nach St. Anton am Arlberg und wechselten dann unsere Kleidung um wir wieder trocken zu sein. Nachdem die Fahrräder sowieso in Partenen zu holen waren, haben Andy und Jens die Zeit in Schlurns verbracht, während ich mit Zug und Bus zurück nach Flirsch gefahren bin. Dann mit dem Auto wieder zurück nach Schlurns; Andy und Jens eingesammelt. Danach zu dritt weiter nach Patenen und die Fahrräder abholen. Schlussendlich sind wir dann doch gegen 19:00 Uhr in Serfaus zur geplanten Übernachtung angekommen.

Tag 3: Trailtour in Serfaus

Nachdem sich am Sonntag das Wetter etwas besserte und nur noch vereinzelte, leichte Schauer zu erwarten waren, haben wir morgens beschlossen, die ursprünglich für den dritten Tag geplante Tour in abgeänderter Form zu fahren.

Zunächst haben wir den Lift zum Kölner Haus genommen. Von dort sind wir in den Alpkopf-Trail und den Högl-Trail gestartet. Danach ging es wieder nach oben, um den Leithe-Trail zu fahren. Anschließend eine erneute Liftfahrt um dann über den Bifi-Trail Richtung Fiss zu fahren. Dort angekommen mussten wir etwas durch den Ort kurbeln, um schließlich die Schönjoch-Bahn zu erreichen. Mit der Schönjoch-Bahn ging es dann nach oben auf 2400m Höhe. Ursprünglich war ab hier die Abfahrt über den Zirben-Trail hinunter nach Landeck und dann zurück nach Flirsch geplant.

Nachdem aufgrund des Abbruchs am Vortag jedoch das Auto nicht mehr in Flirsch sondern in Serfaus stand, haben wir ab hier die Tour verändert. Aufgrund der Wetterlage - es war sehr kalt und auch sehr windig - sind wir unmittelbar nach unserer Ankunft an der Bergstation der Schönjoch-Bahn über den Joch-Trail wieder zurück in Richtung Serfaus gefahren und wieder am Kölner Haus gelandet.

Von dort ging es mangels Alternativen ein zweites Mal über den Alpkopf-Trail und den Högl-Trail nach unten. Nachdem dann nicht mehr genug Zeit für Verfügung stand, um weitere neue Trails zu testen und der Zustand der Strecken sich zunehmend verschlechterte haben wir dazu entschlossen, noch einmal mit der Sunliner-Bahn nach oben zu fahren und auch den Leithe-Trail von heute Vormittag ein zweites Mal zu fahren. Danach ging es mit der Komperdell-Bahn erneut nach oben zum Kölner Haus.

Dann fuhren wir ein letztes Mal über den Alpkopf-Trail zur Högl-Alm. Dort haben wir dann den doch sehr schönen Biketag ausklingen lassen. Insgesamt haben wir an diesem Tag dann immerhin 50km mit 2850 hm bergab (bergauf mit dem Lift) zurückgelegt.

Danach ging es über den Högl-Trail zurück zur Talstation und gegen 18:30 Uhr von dort zurück nach Hause.

Fazit:

Auch wenn die Wetteraussichten mal nicht so rosig sind; es lohnt sich trotzdem, gemeinsam zu einer Tour aufzubrechen, auch wenn diese am Ende anders ausfällt als ursprünglich geplant. Die Gruppendynamik war toll und wir denken gerne an die Tour mit Hindernissen zurück. Und klar ist auch: die Tour schreit förmlich nach Wiederholung im nächsten Jahr bei hoffentlich besserem Wetter.