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Wanderwoche im Kleinwalsertal

Im Juni verbrachte die Wandergruppe des DAV Sektion Fürth eine Woche im Kleinwalsertal. Unser Quartier war das Hotel "Adler" in Hirschegg, ein Familienhotel, das keine Wünsche offen ließ. Zimmer, Service, die Lage des Hotels und das Essen waren so richtig nach dem Geschmack von 23 Wanderinnen und Wanderern. Da auch noch das Wetter mitspielte, war die Woche eine "runde Sache".

Die erste Wanderung führte uns vom Hotel entlang der Breitach nach Baad und weiter ins wildromantische Bärgunttal zur Bärgunthütte 1391 m. Nach einer ausgiebigen Brotzeit versuchten wir noch zur Wddersteinalpe zu gelangen, was wir aber wegen Schnee unterliessen. Die zweite Wanderung ins Wildental bei sonnigem Wetter hatte die Fluchtalpe zum Ziel. Wie auf allen von uns besuchten Almen wurden wir auch hier bestens bedient und da wir unsere Brotzeit vor der Hütte einnehmen konnten, schmeckte sie besonders gut.

Danach versuchten wir weiter in Richtung Fiderepass Hütte zu kommen, aber auch hier mussten wir unverrichteter Dinge wieder zurück. Zum Ausgleich wechselten wir die Talseite und wanderten auf dem Walser Höhenweg zurück nach Hirschegg.

Am dritten Tag erwanderten wir das Gemsteltal, ein Tal, das vom kleinen und großen Widderstein auf der rechten sowie vom Elfer-und Zwölferkopf auf der linken Talseite gebildet wird. Leider regnete es an diesem Tag. In der Hintergemstelalpe machten wir Rast um uns ein wenig zu trocknen und zu stärken. Die Stimmung erklomm Dank dem Hüttenwirt bedrohliche Höhen und so war es kein Wunder, dass die Wandergruppe total versackte. Am späten Nachmittag - es regnete immer noch - traten wir den Heinweg an.

Zu allem Überfluß gab das Hotel abends noch einen Sektempfang, den wir als gute Gäste natürlich nicht versäumen konnten.

Nach 3 ereignisreichen Tage erwanderten wir am 4. Tag eine relativ wenig begangene Gegend im Kleinwalsertal. Mit dem Walserbus, der für Gäste übrigen kostenlos ist, fuhren wir zur Walserschanze, überquerten die Breitach tief unter uns und umrundeten dann den Engenkopf. Die Wanderung ist völlig unschwierig aber landschaftlich wunderschön. Als erstes Ziel erreichten wir den Gasthof Hörnlepaß, wo wir uns gut und preiswert stärken konnten. Zurück ging es auf der rechten Talseite über Schwende und Egg nach Hirschegg.

Am fünften Tag war das Walmendinger Horn1940 m unser Ziel. Mit dem Bus fuhren wir nach Mittelberg und von hier auf das Walmendinger Horn. Leider war die Sicht vom Gipfel nicht optimal, das konnte aber unsere Gipfelfreude nicht mindern. Zurück wanderten wir auf dem Walser Höhenweg mit Einkehr in der urigen Stutzalpe, wo wir noch den Käsekeller der Senner besichtigen konnten, nach Hirschegg. Der letzte Tag kam für uns viel zu schnell. Aber mit der Aussicht auf eine neue Wanderwoche im nächsten Jahr nahmen wir die sechste und letzte Tour in Angriff. Mit der Gondel fuhren wir auf die Kanzelwand 1957 m, wo noch etliche Schneefelder auf uns warteten. Entlang dem Grat ging es weiter zum Fellhorn 2039 m, über den Grat weiter zum Schlappkopf und Söllereck. Der Abstieg zur Sölleralpe war weglos, naß und sehr schwierig. Müde erreichten wir die Jausenstation, wo Festes und Flüssiges "nachgetankt" wurde. Zurück wanderten wir über die Amannsalpe, Mittelalpe und Oberwestegg nach Riezlern und Hirschegg.

Fazit: wieder eine wunderschöne harmonische Wanderwoche mit herrlichen Wanderungen und schönen Erlebnissen.