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Schnee - Schweiß - Sonne - Skitour im Stubaital

 

In einem weißen Kleid erstrahlte Ende März die Stubaier-Bergwelt, als wir bei Seduck die Tourenschier anschnallten und die Rucksäcke schulterten. Wir, das waren Jutta, Alex, Geli und Bernd. So bepackt schlurfte man langsam durch das Oberbergtal der Franz-Senn-Hütte entgegen, die nach vier Stunden erreicht wurde.

Nachdem die Schier und Ausrüstung in der Hütte verstaut waren, ging man daran die Energiespeicher mittels Spaghetti und diversen Nachspeisen wieder aufzufüllen. Bevor wir jedoch den ersehnten Schlaf fanden mussten bei Alex einige Laufblasen versorgt werden, wobei jeder unterschiedliche Behandlungsmethoden vorschlug – bis hin zur Not-OP.

Dunkelblauer Himmel begrüßte uns vor der Hütte am nächsten Morgen.

Zunächst glitten wir weiter das Oberbergtal hinauf, bis ein Aufschwung dem angenehmen Gleiten ein Ende machte. Von nun an musste man sich mit Serpentinen und Spitzkehren zum Alpeiner Ferner emporarbeiten. Der Gletscher selbst ermöglichte dann ein weiteres bequemes emporsteigen bis zur Wildgrat-Scharte.

Lockend blickte der Schrankogel und Schrandele herüber. Für uns waren diese Tourenziele zu extrem. Lediglich der kleinere Schrankarkogel – eine weiße Felskugel – lag im Bereich unserer Fähigkeiten. Für Alex und Jutta stellte sich die Frage des Weitergehens nicht. Sie beschlossen sich in der Scharte der Sonne hinzugeben.

Um zum Schrankarkogel zu kommen, mussten Geli und ich die Schier schultern und 50 Meter zum Schwarzenbergferner absteigen, der uns mit seiner mäßigen Neigung ein leichtes emporgleiten ermöglichte. Auf 3332 hatte man einen herrlichen Ausblick in die Ötztaler Alpen. Felle abziehen, diese verstauen, die Schier anschnallen und in einer flotten Fahrt gings wieder zurück zur Wildgrat-Scharte.

Nachdem unvermeidlichen Gegenanstieg zur Scharte begann der schönste Teil der Schitour.

Es folgte eine wunderschöne Abfahrt bei strahlendem Sonnenschein und aufgefirntem Schnee, die für alle Mühen und Schweißtropfen während des Aufstieges entschädigte.
Ausgelaugt, mit brennenden Oberschenkeln aber gut gelaunt erreichten wir vier wieder die Franz-Senn-Hütte und genossen eine heiße Dusche.

Text und Bilder: Bernd Hetzel