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Klettern am Wahrzeichen des Bergeller Granits: Fiamma

Die Fiamma, eine imposante Felsnadel auf der Spazzacaldeira

Das Albignatal ist wegen seiner auffälligen und imposanten Albigna-Staumauer nicht zu übersehen. Es ist das mittlere Tal im Bergell und mündet bei Pranzaira/Vicosoprano ins Haupttal.
Von dort ermöglicht die Werkbahn der Elektrizitätswerke der Stadt Zürich eine leichte und bequeme Zufahrt zur Albigna Staumauer.
Von der Staumauer führt anschließend ein einfacher Weg in ca. 45 Minuten zur Albignahütte (SAC-Sektion Hoher Rohn).

Die Hütte selbst liegt an der Ostseite des Albigna-Stausees und bietet eine gute Sicht auf die umliegenden Klettergebiete. Geöffnet und bewirtschaftet ist sie von Ende Juni bis Ende September.
Tel. Hütte 0041-81-8221405

Spazzacaldeira

Spazzacaldeira / Fiamma
Die mächtigen Plattenschüsse der Spazzacaldeira begeistern jeden Kletterer. Der beeindruckende Felsaufbau der Spazzacaldeira bietet Granitkletterei im allerbesten Fels. Neben den zahlreichen gut abgesicherten Kletterführen lieben Kletterer natürlich auch den bequemen Zustieg mit Hilfe der Pranzaira-Albigna-Luftseilbahn.
Gekrönt wird der Berg durch zwei markante Felsnadeln dem „Dente“ und der „Fiamma“. Sie befinden sich auf dem NO-Grat der Spazzacaldeira.

Heiko auf der Fiamma

Fiamma
Die imposante Granitnadel auf der Spazzacaldeira ist das Wahrzeichen des Bergeller Granits. Ihre schlanke und filigrane Form zieht jeden Kletterer in ihren Bann. Bevor jedoch an der Nadel geklettert werden kann, muss zuerst zum Gipfelgrat der Spazzacaldeira hochgeklettert werden.
Zustieg:
Zur Fiamma gelangt man am einfachsten über den Normalanstieg der Spazzacaldeira. Er befindet sich an der Südwestseite des Bergers und erfordert die Beherrschung des dritten Schwierigkeitsgrades.
Des Weiteren bieten die zahlreichen Klettertouren an der Spazzacaldeira weitere Möglichkeiten, um den Einstieg der Fiamma zu erreichen.

Routenverlauf:
Die Fiamma-Route beginnt bei einer Platte an der Süd-West-Seite der Fiamma. Von dort quert man in die Südseite und gelangt über Risse und Kantenkletterei zur Spitze.
Die Führe selbst ist gut mit Bohrhaken ausgestattet. Zur Beruhigung der Nerven können ein paar Keile und Köpferlschlingen dienlich sein.
Die Wandhöhe beträgt zirka 25m.

Abstieg:
Von der Fiamma abseilen. Der weitere Abstieg erfolgt über den Normalanstieg der Spazzacaldeira.
Führer:
von Känel, Jürg. Schweiz - Plaisir Sud. Schweiz – Reichenbach: Editon Filidor, 2003
Nigg, Paul. Bergell, Gebietsführer. 7. Aufl. München: Bergverlag Rother GmbH, 2004
Sertori, Mario. Lisignoli, Guido. Nichts als Granit. Mailand: Versante Sud, 2007

Alle Angaben ohne Gewähr
Text: Bernd Hetzel
Bilder: Heiko Fibranz, Bernd Hetzel