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Klettern am Sellapaß

2.-4. September 2000

Es war wieder so ein Samstagmorgen, an dem man am liebsten im Bett liegen bleibt. Es regnet und die Wetterberichte vesprechen keine Besserung.
Allerhöchstens auf der Alpensüdseite ist mit Fön zu rechnen. Also fahren wir - Bernd und ich - über den Brenner und versuchen unser Glück in der Sella.

Am Samstag stiegen wir die Stegerkante (V-).
Sie ist wirklich so abgeschmiert, wie man erzählt.

Rast auf dem 1. Sellaturm
Am nächsten Tag folgte die kleine Micheluzzi (V-)...
... und die Rossi / Tomasi (IV+).
Den oberen Teil der Routen am Piz Ciavazes sind wir nicht geklettert. Der Abstieg erfolgt über das Gamsband.
In der Langkofelgruppe sind wir die Daumenkante (IV-) geklettert.

    Die Daumenkante ist Genußkletterei vom Feinsten. Sie ist supergriffig und man kann überall Zwischensicherungen legen. Bernd hat sogar seinen 10-Hex versenken können. Leider ist die Tour meistens sehr überfüllt, außer man klettert bei solch zweifelhaftem Wetter wie wir am 4.September.

Bernd in der 8. Seillänge. Kanten sind eben ausgesetzt.
Man hat eine tolle Sicht auf die Venuskante (V-), die möchte ich auch einmal klettern.
Geschafft! Wir sind am Gipfel des Daumens. Achtung, den Abstieg nicht unterschätzen!

Die drei Tage haben sich gelohnt!
Wir haben uns zum Glück nicht vom strömenden Regen in den bayrischen Voralpen abhalten lassen, in die Dolomiten zu fahren.

Bilder 2, 3, 4, 8, 11 von Bernd Hetzel.
Bilder 1, 5, 6, 7, 9, 10 von Heiko Fibranz.

München, den 06.01.2001
Heiko Fibranz